Guten Morgen meine Lieben (bzw. bei Euch guten Abend),
Heute bin ich schon nicht mehr so negativ gestimmt wie beim letzten Mal. Ich versuche das Ganze mit Humor zu nehmen und ausserdem ist es ja schon (relativ) bald geschafft. Jenny (Gastmutter) meint in solchen Fällen stets: "Mais Christian, il ne faut pas te déséspérer; il y a toujours une belle étoile qui te guide." Amen ;-) Ausserdem kommen heute Alice und Mélanie, die beiden Exkursionsteilnehmerinnen welche mir am nächsten stehen, aus dem Norden zurück. Dann können wir zumindest wieder Karten spielen.
Gestern Abend war ich mit Watta (Gastvater) und dem ältesten Sohn der Familie, Dédé, bei einem Fussballspiel der höchsten Neukaledonischen Division. Der Tabellenzweite Magenta empfing den Dritten Lössi. Das Niveau war, gelinde gesagt, bescheiden. Zwar haben die Spieler von Magenta einen sehr ansehnlichen, technisch versierten Fussball gespielt und Lössi hatte ein echtes Tier als Mittelstürmer, doch mitdem Toreschiessen haben sies hier nicht so wirklich. Am Ende eines Spiels mit etwa 20 hochkarätigen Chancen, ging Magenta als 2:0 Sieger vom Platz. Immerhin: Da niemand an der Kasse war, mussten wir nix bezahlen. (Gut, der Eintritt hätte 100 Francs Pacifique gekostet, was ungefähr 1.25 CHF entspricht. Dafür war die Überraschung gross als das Spiel zu Ende und sämtliche Ausgange verschlossen waren. Es kam wiees kommen musste und das eine Tor wurden von einem Teil der Zuschauer unter dem tosenden Applaus der anderen aufgedrückt. Die Stimmung beim Spiel war enorm friedlich und keineswegs aggressiv, der Abend ziemlich gelungen.
kommen wir nun zum im Titel versprochenen Mozzarella. Ich muss hier vorausschicken, dass wenn hier Kase aufgetischt wird, es zumeist französischer (!) Emmentaler ist, der grauenvoll schmeckt. Ic ging also gestern einkaufen um mich ein wenig an den horrenden Lebenskosten zu beteiligen und als ich bim Käseregal angelangte, sah ich doch tatsächlich den echten, unverwechselbaren, wohlschmeckenden und originalen Santa Lucia Mozzarella, den auch wir kennen und lieben. Einen kurzen Moment dachte ich darüber nach, eine Pizza zu fabrizieren, als ich den Preis sah: 250 Gramm (nicht Kilo) kosteten 1200 Francs Pacifique, was ungefähr 15 CHF entspricht. Ich verzichtete dankend, kaufte ein paar Joghurts, 2 Packungen Teigwaren (à 500 Gramm), 3 Saucen, etwas Edamer, eine Baguette und einen kleinen Eistee. Als ich den Laden verliess, war ich um 40 CHF ärmer und das Ganze wurde an einem einzigen Abend verschlungen. (Dazu gab es noch einen ganzen Fisch).
Ihr seht, ich werde an Erfahrung reicher, doch an finanziellen Mitteln bar nach Hause zurück kehren.
mit lieben Grüssen,
Euer Christian
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